Ferialpraktikum – Tipps vom Kolpinghaus

Der perfekte Ferialjob: Rechte, Beratung und Jobbörsen

Ab dem 15. Lebensjahr bricht ein neuer Lebensabschnitt an. Nun steht Jugendlichen die Möglichkeit offen, einen Ferialjob bzw. ein Ferialpraktikum zu absolvieren.adult-2449725_1920

Je früher mit der Suche begonnen wird, umso besser stehen die Chancen, einen guten Ferialjob zu ergattern. Hohe Chancen bringt es, im persönlichen Umfeld zu suchen. Der familiäre Betrieb, das Büro der Tante oder auch über eine Bekanntschaft von Freunden.

Manch einer will jedoch ohne Hilfe von Familie und Bekanntschaften, nur über die schriftliche Bewerbung, an ein herausforderndes Praktikum gelangen. In jedem Fall gilt, dass besonders Ferialjobs in den meisten Fällen nicht öffentlich ausgeschrieben werden. Eine Initiativbewerbung bei mehreren gewünschten Unternehmen ist daher üblich.

Jobbörsen

Tipps rund um die Bewerbung

Die Bewerbungsunterlagen sind der erste Eindruck, den der zukünftige Arbeitgeber vom Bewerber erhält. Dieser entscheidet, ob Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Da entrepreneur-593358_1920Personalverantwortliche üblicherweise viele Bewerbungen erhalten, ist es wichtig, dass die wichtigsten Argumente und Fakten auch beim schnellen überfliegen der Bewerbung herausspringen.

Was sollte die Bewerbung zum Ferialjob enthalten?

Die Bewerbung für einen Ferialjob unterscheidet sich üblicherweise von klassischen Bewerbungen. Der Lebenslauf ist noch kurz, die Fähigkeiten stecken in den Kinderschuhen und auch über Arbeitspraxis verfügen die Bewerber noch nicht. Außerdem umfasst der Zeitraum, für den man sich bewirbt, meist nur ein oder zwei Monate.

Folgende Angaben sollte eine Bewerbung enthalten:

  • Wichtige Eckdaten: Name, Anschrift, Alter, Informationen zu Schule und Ausbildung
  • Ein Foto (eher formell – also besser kein Selfie oder Urlaubsfoto)
  • Der mögliche Zeitraum für die Tätigkeit
  • Motivationsgründe: Informationen, woher man das Unternehmen kennt und warum man genau dort arbeiten will.
  • Interessen und Fähigkeiten, die besonders zum Unternehmen passen. Meist sind das Computerkenntnisse und handwerkliche Fähigkeiten.

Tipps für FerialjobberInnen
Tipp 1: Die Arbeiterkammer empfiehlt den Arbeitsvertrag immer schriftlich abzuschließen und gut durchzulesen. Hier helfen sicherlich auch die Eltern gerne mit.

Tipp 2: Beuge für einen möglichen Streitfall vor. Führe eine Aufzeichnung über Tätigkeiten sowie über Arbeitszeiten und Pausen.girl-1131853_1920

Tipp 3: Höchstens 8 Stunden täglich und 40 Stunden pro Woche. Mehr dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht arbeiten. Es gibt Ausnahmen: Beispielsweise können Wochenarbeitszeiten im Gastgewerbe anders verteilt sein.

Tipp 4: Es gibt immer einen anteiligen Urlaubsanspruch. Ob anteilig Urlaubs- oder Weihnachtsgeld anfallen, hängt vom jeweiligen Kollektivvertrag der Branche ab.

Tipp 5: Auch für FerialjobberInnen ist ein Gehaltszettel Pflicht. Diesen sollte man immer checken, ob alles richtig abgerechnet wurde.

Do´s and Dont´s im Ferialpraktikum

Do’s:

  • Pünktlichkeit
  • Freundlich, respektvoll und ehrlich sein.
  • An den Dresscode des Unternehmens halten (eventuell vorher fragen).
  • Sich mit Kollegen anfreunden.
  • Eigeninitiative zeigen.

Dont‘s:

  • Unaufgefordert duzen.
  • Unpünktlich sein.
  • Informationen über das Unternehmen ausplaudern.
  • Ferialjob mit Urlaub verwechseln.
  • Privaten Tätigkeiten im Job nachgehen.

Weitere interessante Links:

Wir wünschen ein erfolgreiches Ferialpraktikum, dass außer Geld auch noch ein wenig Spaß einbringt!