Fridays for Future

Fridays for Future – demonstrieren für das Klima

„Fridays For Future“ ist eine weltweite, friedliche Schülerbewegung, die sich für den Klimaschutz einsetzt. Die 16jährige Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg rief die freitäglichen „Schulstreiks für das Klima“ vor dem schwedischen Parlament ins Leben. Inzwischen ist die Aktion zur globalen Bewegung „Fridays for Future“ gewachsen. Weltweit gehen wöchentlich SchülerInnen freitags während der Unterrichtszeiten auf die Straßen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.

Was fordert die Bewegung „Fridays for Future“?megaphone-1480342_1920

Von den jungen Menschen, die sich lautstark für den Klimaschutz einsetzen, werden globale Klimagerechtigkeit, bessere Umweltpolitik und das Einhalten des Übereinkommens von Paris gefordert.

Auch in Salzburg gehen jede Woche bis zu 1.000 SchülerInnen, Lehrlinge und Studierende aus Salzburg und Umgebung als Teil des #fridaysforfuture auf die Straße. Jeden Freitag um 5 vor 12 Uhr treffen sie sich am Alten Markt.

Zusätzlich zu den allgemeinen Forderungen der Bewegung gibt es noch vier spezielle Forderungen in Bezug auf Salzburg:

  1. Gegen eine U-Bahn vom Hauptbahnhof zum Mirabellplatz, sondern ein vollständiges, überregionales Verkehrskonzept.
  2. Ausbau und Förderung des öffentlichen Verkehrs und Radverkehrs.
  3. Beisein eines Begrünungsexperten bei jedem größeren Bauvorhaben der Stadt.
  4. Mehr konsumfreie Zonen.

Dürfen SchülerInnen der Schule zur Teilnahme fernbleiben?

Ein Streikrecht für SchülerInnen gibt es nicht. Viele LehrerInnen und Schulleitungen stehen dem Klimastreik jedoch positiv gegenüber. Einige gehen sogar mit ihren Klassen zu den Demos als Schulveranstaltung oder Exkursion. Versammlungsrecht, Klimapolitik und Klimaveränderung können gut in verschiedenen Fächern besprochen und integriert werden.

Kritik an „Fridays for Future“protest-464616_1920

Kritiker der Demos sehen es als unverantwortlich an, wenn Kinder und Jugendliche ihre Schulstunden schwänzen und so den Schulstoff vernachlässigen. Die Jugend solle ihr Demonstrationsrecht ausschließlich in der unterrichtsfreien Zeit ausüben. Befürworter der Bewegung sehen gerade im Protest während der Schulzeit eine ausreichend drastische Maßnahme, die den Jugendlichen mehr Gehör und mediale Aufmerksamkeit verschafft.

„Fridays for Future“ in Österreich

In Österreich ist Schulrecht vorrangig Landesrecht und darum gibt es verschiedene Regelungen zum absichtlichen Fernbleiben vom Unterricht. Unentschuldigtes Fernbleiben von der Schule kann Maßnahmen wie einen Klassenbucheintrag, eine Verwarnung oder ein Gespräch mit den Eltern nach sich ziehen. Darum sollten SchülerInnen sich stets um eine Erlaubnis zum Fernbleiben kümmern.

Wichtig ist, vorab das Gespräch mit Eltern, Klassenvorstand und Schulleitung zu suchen, um zu erfahren ob eine Entschuldigung der Eltern akzeptiert wird, oder ob man sich für die Demo von der Schule freistellen lassen kann. Auf www.fridaysforfuture.at kann man sich auch eine Vorlage für ein Ansuchen um Erlaubnis zum Fernbleiben herunterladen. Außerdem bietet die Website noch allerlei weitere Infos rund um die Themen Demo, Schule und Rechtliches.

Mehr Informationen zu „Fridays for Future“ in Salzburg

Wer sich bezüglich „Fridays for Future“ in Salzburg auf dem Laufenden halten will, kann das auf Facebook, auf Instagram und auf Twitter tun. Alle Informationen zu den Demonstrationen findet ihr auf der Website unter Regionalgruppe Salzburg.

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